Wie schon so oft erwähnt suchen wir immer noch nach einer geeigneten Idee für die Masterabschlussfahrt im Kreise von Kommilitonen. Mittlerweile ist eine Reise nach Ibiza im Gespräch. Doch so richtig können wir die Vor- und Nachteile irgendwie noch nicht ganz abwägen, da wir nicht wissen, ob Ibiza so gut geeignet ist für einen Gruppenurlaub. Klar, wir hätten Strand, Sommer, Sonne, Meer und alles, aber ob man wirklich so viel zusammen machen kann auf Ibiza wissen wir eben nicht. Wir haben auch schon ein Hotel in der engeren Auswahl für den Ausflug. Pro Person 374 € ab Berlin Tegel mit Halbpension ohne Transfer für 5 Tage und 4****. Das finde ich eigentlich ganz ordentlich. Ibiza soll ja auch verdammt schön sein, um abends ordentlich wegzugehen und Party zu machen, jedenfalls wurde mir das so berichtet. Ibiza hat ca. 130.000 Einwohner, wobei davon circa 20% Ausländer sind. Mit 571 km²ist es die drittgrößte Insel der Balearen. Ibiza-Stadt ist die Hauptstadt und liegt nur ca. 6km vom Flughafen entfernt. Immer August werden es auf Ibiza bis zu 30°C und im Winter kann es bis zu 8°C „kalt“ werden. Die Durchschnittstemperatur im Sommer liegt bei rund 25°C. So warm ist auch das Wasser im August, das ist ja fast wie in der Badewanne. Wie bereits erwähnt weist Ibiza ein hervorragendes Nachtleben auf, u. a. mit dem größten Club der Welt dem „Privilege“ mit einem Fassungsvermögen von über 10.000 Besuchern. Durch die liberale Einstellung auf der Insel gibt es auch eine große Schwulen und Lesbenszene auf Ibiza bzw. suchen dort viele Homosexuelle ihr Urlaubsdomizil. Allgemein ist Ibiza sehr bekannt unter den Jungen und Junggebliebenen. Über die Jahre haben sich auch einige Prominente dort angesiedelt und andere Wohlbetuchte nutzen Ibiza immer mehr als Urlaubsziel. Durch das ausgeprägte Nachtleben auf Ibiza haben sich viele bekannte Deejays und Diskotheken herausgebildet. Wichtige Clubs sind das Space, Amnesia, Pacha und das berühmte Café del Mare.

Ohne Zweifel, zum Feiern ist Ibiza ideal, wenn auch ein wenig teuer, aber ich weiß nicht so recht, ob man nebenher noch so viel erleben kann oder ob man dann doch nur im Hotel am Pool abhängt. Und dann stellt sich noch die Frage, wenn man doch nur Sonne, Strand und Meer möchte, ob dann nicht auch Bulgarien oder Kroatien ein besseres Urlaubsziel darstellen würde, einfach, weil es nicht so überteuert ist.

Die Boot 2011 findet auch dieses Jahr wieder in Düsseldorf statt. Es ist mittlerweile die 42. Internationale Bootsausstellung dieser Art. Die Messe findet vom 22.01.2011 bis 30.01.2011 auf dem Messegelände in Düsseldorf statt und es werden vielerlei Neuigkeiten auf dem Bootsmarkt vorgestellt. Es ist außerdem die größte Wassersportmesse der Welt. Da bleibt es nicht aus, dass ein Logistikriese wie DB Schenker mit anpacken muss, um die größte Yacht für die boot 2011 vom Rhein in die Messehallen zu fahren. Es ist die Sunseeker 88 und sie wiegt 71 Tonnen und ist 27 Meter lang. Der Spezialkran „Big Willi“ übernimmt einige Yachten direkt am Rheinufer- Dieser gewaltige Kran stellt die größte Schiffshebeanlage Europas dar. Motorboote, Katamarane und Segelboote werden durch die Logistiker direkt am Ufer verladen und auf speziellen Tiefladern zum Messegelände transportiert. Schenker bezeichnet sich selbst als Spezialist für solch außergewöhnliche Umlademanöver. So sorgt Schenker unter anderem auch dafür, dass alle Segelboote rechtzeitig zur Segel-Weltmeisterschaft 2011 in Australien eintreffen. Mit den Spezialkränen, die Schenker zur Verfügung stehen und den Zollabfertigungserfahrungen ist das Unternehmen ein geeigneter Partner für viele Wassersportler, die international tätig sind und auf den Transporter ihrer Boote angewiesen sind.

Ein weiteres Highlight auf dem Yachtenmarkt ist die neue Mega-Super-Yacht von Google Gründer Larry Page, welche er für 45 Millionen Dollar erworben hat. Im inneren befindet sich Luxus pur. Star Designer Philippe Starck hat sich an der Innenausstattung zu schaffen gemacht. Früher gehörte die Yacht mit den 10 Luxus-Kajüten dem Brauereierben Douglas Meyer. Mehrere Sonnendecks mit Jacuzzi, eine große Crew und viele weitere nette Extras hat die „Sense“ zu bieten. Vergleicht man sie jedoch mit den Yachten der Branchenkollegen, dann ist sie wirklich mickrig. Zum Beispiel die Mega-Yacht von Microsoft Gründer Paul Allen misst 126 Meter, hat ein eigenes U-boot und kostet rund 200 Millionen Dollar. Da passt die Yacht von Page fast 5 Mal rein. Aber Google ist ja seit eh und je ein Freund von Understatement!😉

Nun noch die Neuigkeiten vom Hausbootmarkt. Polen gewinnt nicht nur unter den Skifahrern mehr und mehr an Beliebtheit. Nein, auch der Sommertourismus entdeckt die schönen Seiten Polens für sich. So wird der Badeurlaub an polnischen Seen von Pommern bis Masuren oftmals einem Ost- oder Nordseeurlaub vorgezogen. Die Masurische Seenplatte in Polen ist ein beliebtes Urlaubsziel. Landschaftlich ist diese Region mit Schweden oder der Mecklenburgischen Seenplatte zu vergleichen. Eine gute Möglichkeit um sich ein Hausboot zu mieten wäre Mikolajki. Über 4.000 Seen sind hier durch Kanäle und Flüsse verbunden. Die Region wird nach und nach immer mehr touristisch erschlossen und ist alles andere als langweilig. Auch die Preise für das Hausboot mieten sind hier etwas günstiger.

Hausbooturlaub

01/07/2011

Der Urlaub auf einem Hausboot ist ein etwas anderer Urlaub. Man kann ihn nur schwer mit einem all-inclusive Urlaub auf Mallorca oder einem Club-Urlaub of Rhodos vergleichen. Hausbootferien sind wohl vielmehr ein Trip, als ein stationärer Urlaub. Man reist von Ort zu Ort und hat sein Ferienhaus auf dem Wasser immer dabei. Eine weitere Gemeinsamkeit mit einem Ferienhausurlaub ist die Selbstverpflegung und dass man seine Unterkunft eben immer selbst sauber halten muss. Demnach weniger Luxus, aber vielmehr Abenteuer und Erkundungsspaß auf eine andere Art und Weise. Eine Reise mit dem Hausboot bedeutet vor allem Unabhängigkeit und Freiheit. Man lernt vielleicht schon bekannte Regionen von einer ganz anderen Seite kennen. Die Aussicht vom Wasser auf Städte und Landschaften unterscheidet sich oft stark von der Landansicht. Mittlerweile gibt es nahezu unzählige Gebiete, die mit dem Hausboot befahren werden können. Zu den beliebtesten Regionen gehört Frankreich, Irland, Holland, Deutschland und Polen. Auf einem Hausboot finden bis zu 12 Personen Platz. Wenn man eine größere Gefolgschaft hat, kann es durchaus auch Sinn machen in Flottille mit mehreren Booten zu fahren. Die Schleusen lassen sowieso meist mehrere Schiffe durch. Nach wie vor ist die Flexibilität, die man auf einem Hausboot hat ein großer Vorteil. Es ist wie ein Wohnmobilurlaub nur eben auf dem Wasser, nur mit etwas mehr Platz. Während der Fahrt kann man sich von der Natur beeindrucken lassen und bei der Ruhe herrlich entspannen. Da man problemlos Fahrräder mit sich führen kann, sind Ausflüge in die Natur kein Problem. Wenn man dann noch ein großes Sonnendeck hat, auf dem man tagsüber in Ruhe die Sonne genießen kann, dann klingt dies doch nach einem perfekten Urlaub.

Es ist eine etwas andere Art von Urlaub, welche dennoch für naturverbundene, kulturbegeisterte oder abenteuerlustige Reisegruppen geeignet ist. Auch für Jugendreisegruppen könnte die Fahrt auf einem Hausboot ein tolles Erlebnis sein. Man ist unter sich und kann dennoch verschiedene Städte auf seinem Trip erkunden. Will man sich in einer Stadt etwas länger aufhalten, dann ist das kein Problem. Gefällt einem der eine oder andere Ort nicht so gut, dann kann man spontan weiterfahren. Die Aufenthalte und die Aktivitäten vor Ort sind flexible und nachts auf dem Wasser zu schlafen, ist bestimmt auch aufregend. So kann man entweder eine kulturelle Tour durch Frankreichs Bretagne starten oder eben eine jugendliche Feiertour durch Hollands Kanäle rund um Amsterdam. In Irland hingegen würde jeder naturverbundene Mensch auf seine Kosten kommen. Es gibt also allerlei Möglichkeiten eins, zwei schöne Wochen auf einem Hausboot zu verbringen. Demnach sollte man diese Alternative für seinen Urlaub durchaus in Betracht ziehen und für sich selbst oder seine Reisegruppe abwägen, ob dieser Erlebnis nicht doch mehr als eine Überlegung wert wäre.

So. Heute würde ich gerne mal die Alternative Ferienhaus ein wenig näher beleuchten, nachdem ich mich nun ausgiebig mit Reiseberichten zu Hausboottouren beschäftigt habe. Die drei Länder, die für unsere Reisegruppe in Frage kommen sind Spanien, Griechenland und Kroatien. Unter Berücksichtigung aller Faktoren wie Anreisekosten, Kosten vor Ort und Schönheit des Landes und Strandes, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass diese Länder eigentlich relativ optimal für unsere Bedürfnisse sind. Wenn man sich überlegt, dass man für eine Woche in der Hochsaison ein Haus für 12 Personen schon für circa 2.000€ bekommt, dann ist das wirklich eine coole Sache. Und das ist dann nicht irgendein schäbiges Haus, sondern meist eine Top-komfortable Villa nahe dem Meer und mit Klimaanlage und so weiter.

Ich würde ein Objekt hier gerne mal näher beschreiben:

Ein Ferienhaus für 12 Personen in Spanien, für nur 1.859 € in der Hochsaison pro Woche. Ausstattung ist wie folgt: Pool, wenige Meter vom Strand entfernt, Klimaanlage, renovierte Villa, in der Nähe Supermarkt und Restaurants, 800m² großes Grundstück, Wohnfläche 250m², SAT-TV, Grillbereich, Ofen, Mikrowelle, Kühl- und Gefrierschrank, Kaffeemaschine, Toaster, Parkplatz 4-5 Autos, 300 m vom Strand La Calalga entfernt, 600 m vom Sandstrand Levante mit Strandpromenade, 2,6km vom Stadtzentrum Calpe und nur 200 m vom Supermarkt Mercadona, 6 Schlafzimmer, Endreinigung & Bettwäsche & Handtücher & Küchentüchen & Waschmaschine & Deutsche Kanäle & Gartenmöbel inklusive, Geschirrspüler, Golfplatz 12km entfernt, Internet kostenlos.

Wahnsinn oder?! Und dann nur 70km vom Flughafen entfernt.

Ich finde das ganz schön krass. Im Vergleich zu einem Hotel, kommt man hier wirklich günstig. Natürlich muss man selbst kochen usw., aber es teilt sich glücklicherweise alles durch 12. Wenn man also den Mietpreis für die Woche nimmt und durch 12 teilt, kommt man bei 155€ pro Person raus + Essen + An – und Abreise. Eigentlich ein fairer Preis. Man ist direkt am Strand, frei, muss sich nicht mit unerwünschten Gästen rumärgern und ist einfach nur unter Freunden in einem tollen Anwesen.

Ja, jetzt müssen wir uns überlegen, ob Hausboot oder Ferienhaus. Aber ich bin sicher, es findet sich eine Lösung!!

Berichtwiedergabe:

Ein empfehlenswertes Boot für die Reise in Holland sei das dieselgetriebene Boot der „Crown Blue Line“, welches der Klasse „Grand Classique Elite“ angehört. Es trägt außer der Nr.15 keinen eigenen Namen und darf ohne speziellen Führerschein gemietet und gefahren werden. Länge: 14,85 m, Breite: 4,20 m, Höhe: 3,00 m, Tiefgang 0,80 m. 5 Kabinen, 8 Schlafkojen, 3 WC’s mit Duschen, Küche, Salon.

Die Tour startete in Sneek in Holland. Der überfüllte Hafen hatte auch unser Boot im Bestand. Das Einrichten der Kabinen und Beziehen der Betten lief relativ zügig ab. Danach bekamen wir eine Einweisung in das Boot. Empfehlenswert sind für manche Trips eine Spezialkarte, auf der man nicht nur alles Gewässer und Regionen sieht, sondern jede der nummerierten grünen und roten Tonnen, Durchfahrtshöhe der Brücken, Schleusen und Anlegestellen, etc..

Gesteuert wird das Boot grundsätzlich von der Brücke aus. Man bekommt auch eine ausführliche Einleitung in das Navigieren des Bootes. Zum leichteren Abdrehen kann man für wenige Sekunden ein zusätzlich vorhandenes Bugstrahlruder benutzen, welches vorne quer im Rumpf eingebaut ist. Auffällig sind die unkonventionell gebauten holländischen Häuser. Weiter geht es nach Westen über den Houkesloot, ein Stück über den südlichen Zipfel des Grote Potten (wo, wie auf allen weiteren Seen, die roten und grünen Tonnen zu beachten sind, deren Nummerierung mit denen auf der Karte zu vergleichen ist), dann weiter nach Süden über die Modderige Geeuw und weiter südwestlich über den Westerbrug Sloot. Am Kanalufer findet man vorwiegend Steine oder Holz, manchmal aber auch naturbelassene Ränder mit Schilfgürtel. Auf den Wiesen rundherum kann man Kühe, Pferde oder Schafe sehen. Auch die Windkraft ist den Holländern nicht fremd, wobei es sich in diesem flachen Land ja anbietet den Wind mit Windkrafträdern zu nutzen.

In Holland ist viel Verkehr auf den Binnengewässern. Später kommen wir dann im Hafen von HEEG an, der allerdings bereits überbelegt war. Im Woudsender Rakken finden wir dann aber einen Platz zum Anlegen. Wunderschön zu beobachten sind auf der ganzen Fahrt die Haubentaucher, Graureiher und Kormorane.

Es geht schließlich weiter nach Woudsen. Der Ort ist typisch holländisch und sehr schön. Es gibt auch eine sehr beeindruckende Windmühle in diesem Ort.

Der Rückweg gestaltete sich wie folgt: Woudsender Rakken (N) – Heeger Meer (O) – Prinsess-Margriet-Kanaal (N) – Westerbrug Sloot (NO) – Modderige Geeuw (N) – Houkesloot(W) – SNEEK.

Ich weiß nicht, ob man die Bretagne noch als Geheimtipp bezeichnen kann oder ob es vielleicht einfach nur noch ein Tipp ist, denn so geheim ist die Region westlich von Paris für sämtliche Arten von Urlaub nicht mehr. In der Bretagne gibt es vielerlei Kulturelles zu entdecken und auch die Natur bietet viele eindrucksvolle Gebiete.

Ausgangsbasis der Reise war Nort-sur-Erdre. Nur 5 Kilometer weiter wartete schon die erste Schleuse „Quiheix“. Von dort an beginnt der Canal de Nantes a Brest, der weiter nach Westen führt. In La Bellerie fanden wir dann einen Anlegeplatz direkt im Grünen. Bei La Chevallerais kann man dann Pause machen und weiter in Blain sich ein schönes altes Schloss anschauen. Auffällig ist, dass die Tage in diesem Gebiet sehr lange dauern. Da hier noch die Mitteleuropäische Zeit gilt, das Gebiet allerdings sehr weit im Westen liegt, wird es erst gegen 23 Uhr dunkel. Auf der weiteren Strecke gibt es einige Selbstbedienungsschleusen, dessen Bedienung allerdings nicht besonders schwer oder unintuitiv ist. Im Ort Guenrouet kann man sich dann mit Cidre und ein paar weiteren Nahrungsmitteln aus einem Supermarkt eindecken. Von Blain nach Pont-Miny sind es ungefähr 33 km. Weiter wird dann auf der Vilaine in die richtige Bretagne geschippert. Hier gibt es eine Schleuse, bei der beim Schleusen sogar eine Straße gesperrt werden muss, da sich die Brücke hebt. Im Hafen von La Gacilly angekommen, müssen wir feststellen, dass der Ort sehr pittoresk scheint. In einer Fußgängerzone reihen sich viele Häuser mit Kunsthandwerkern aneinander. In diesem Ort kann man die Produktionsstätten von Yves-Rocher begutachten. Weiter ging es durch die Orte Malestroit, Josselin, St.Martin-sur-Oust zurück nach La Gacilly und schlussendlich angekommen in Glénac.

Die Kanäle Frankreichs darf man wie in anderen Regionen Europas auch führerscheinfrei befahren. Nahezu unberührte Landschaften lassen sich so aus einer ganz besonderen Perspektive besuchen, die ansonsten eher verborgen bleiben. Romantische bretonische Städtchen, Schlösser und Flusslandschaften ermöglichen unvergessliche Eindrücke, die noch lange nach den Ferien in der Bretagne in Erinnerung bleibt

Die Bretagne hat zu anderen Gebieten in Frankreich eher den Ruf schlechtes Wetter nebst niedrigen Temperaturen zu haben. Dennoch ist die Erkundung der tollen Landschaft und kulturellen Provinzen durchaus eine Reise wert.

Die Hausboot – Reise beginnt in Sierck-les-Bains, welches sich im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Deutschland befindet. Rings um die Mosel befinden sich viele alte Festungen aus dem 16. und 17. Jh.. Viele kleine schmale Gassen geben schon einmal einen passenden Vorgeschmack für die Urlaubsreise. Hier kann man ab 15 Uhr sein Hausboot entgegennehmen und passenderweise Fahrräder dazu mieten. Weiter geht die Reise nach Thionville, wo man eine wunderbare Radtour machen kann. Entlang der „schwungvollen“ Mosel kann man einige Kilometer zurücklegen ohne wirklich weit vom Anlegeplatz wegzufahren. Weiter geht es von Thionville nach Metz. Dabei durchquert man die Orte           de L´orne, Talange und Hauconcourt. Die Hauptstadt Lothringens beeindruckt mit historischen Bauwerken, zahlreichen gotischen Kirchen und barocken Plätzen. Als touristisches Mitbringsel empfiehlt sich ein Mirabellenerzeugnis welcher Art auch immer (bspw. Mirabellenwasser). Die Bootstour über Corny-sur-Moselle und Pagny-sur-Moselle führt Sie nach Pont-á-Mousson. Hier findet man eine strategisch sehr wertvolle Moselbrücke, welche auch für den Namen des Ortes verantwortlich ist. Es empfiehlt sich die Gegend mit dem Rad ein wenig zu erkunden und am frühen Abend wieder zurückzukehren, um ein paar schöne Stunden am Ufer auf dem Boot zu verbringen. Von Pont-á-Mousson geht es dann in Richtung Nancy, wobei man die Orte Blenod, Custines, Clevant passiert und schlussendlich den Rhein-Marne-Kanal erreicht. Nancy war früher die Hauptstadt Lothringens. Die Altstadt präsentiert sich mit alten Bauten des späten Mittelalters und dem Weltkulturerbe Place l´Hémicycle. Nancy ist zugleich der südlichste Punkt der Hausbootreise. Dann geht es wieder zurück nach Corny-sur-Moselle. Dort kann man die Kirche Saint-Martin besuchen und ebenso eine kleine Radtour im Anschluss unternehmen. Die vorletzte Etappe ist dann von Corny-sur-Moselle nach Thionville zurück. Die Fahrtenkilometer auf dieser Strecke machen diesen Trip zu einem Ganztagestrip, wodurch man die Fahrt recht ruhig angehen lassen sollte und auch entsprechend Zeit einkalkulieren sollte. Es bleibt dann noch ein bisschen Zeit am Abend ein Museum oder einen berühmten Wachturm in Thionville anzuschauen. Der Rückweg nach Sierck les Bains, in die Marina, dauert noch einmal circa 3 Stunden und dann ist die Tour auch schon vorbei.

Insgesamt umfasst die Tour von Sierck les Bains nach Nancy und zurück 8 Tage, 7 Nächte,  und 135 mögliche Radkilometer. Die Boote sind auch hier führerscheinfrei manövrierbar und bedürfen lediglich einer kurzen Einweisung durch einen Fachmann an der Marina.

Die Tour beläuft sich auf Shannon-Erne in Irland. Ein Flughafenshuttle vom Flughafen in Dublin stand auch schon bereit und brachte uns nach Portumna, wo sich der Startpunkt befand. Dort nahmen wir unser Hausboot in Empfang und nach ein paar grundlegenden Einkäufen ging es auch schon los. Man fährt langsam den Shannon hoch, durch die Schleuse von Meelick nach Banagher, und sieht links und rechts eine wunderschöne Landschaft. Weiter geht es dann Richtung Shannonbridge. Dort gibt es eine Besichtigungstour mit einer Eisenbahn, welche in ein Moorgebiet fährt – „Clonmacnoise & West Offaly Railway Bog Express“ ist wohl das, was wir suchten. Daraufhin begaben wir uns gen Clonmacnoise, wo sich ein irisches nationales Monument befindet, die Kirchen des heiligen Killian. Anschließend geht es in Richtung Athlone, wo wir zuerst die Schleuse passieren und dann am Public Harbour anlegen. Danach bietet es sich an einen Ausflug nach Tullamore zu machen. Hier kann man unter anderem ein altes Gefängnis begutachten. Nach einem weiteren Tag in Athlone geht es dann weiter aus Athlone hinaus und in den Lough Erne hinein. Dieser See ist sehr groß, circa 27 km lang, und stark verzweigt und mit vielen Inseln übersät. Direkt am Einfluss zum Fluss Shannon liegt ein Dorf namens Lansborough. An diesem Ort unserer nächster Halt. Flussaufwärts an der Schleuse von Tarmonbarry ist dann der nächste planmäßige Zwischenstopp. Anschließend finden wir uns im Lough Forbes wieder und fahren weiter zur nächsten Schleuse in Rooskey. Wir laufen am späteren Abend in den Lough Bofin ein und steuern den Dromod Harbour an. Ein ganzes Stück später bewegen wir uns dann in Richtung Shannon-Erne-Waterway. An Leitrim vorbei, kommt die Abzweigung zum Lough Allen und dann wartet sie auf uns, eine 8er Schleuse. Zum Glück ging aber alles gut. Es war aber durchaus anspruchsvoll. Fast am Ziel angelangt, in Ballinamore dann, wartet eine weitere Schleuse auf uns. In Baliconnell noch einmal kurz im Supermarkt mit dem Nötigsten eingedeckt und weiter geht’s. Bei Keshcarrigan machen wir Mittagshalt und essen eine Kleinigkeit.

Und das war’s auch schon. Danach hieß es nur noch Boot abgeben und auf die Heimreise machen. Es war eine tolle Erfahrung auf den Gewässern Irlands zu schippern und vor allem mit dem Wetter hatten wir großes Glück, denn die Sonne schien sehr häufig.

Hier mal ein Bericht über eine Reise auf dem Canal du Midi in Südfrankreich.

Unweit von Montpellier und Toulouse startete die Tour in Port Cassafiéres – Castelnaudary. Laut Prospekt standen uns 157km, 62 Schleusen und 45h Fahrzeit bevor. Das Boot wurde uns ziemlich schnell zugewiesen, nachdem wir 60€ für zwei Parkplätze und 110€ Bootsversicherung plus 150€ Spritgeld entrichtet hatten.

Nach kurzer Einweisung auf dem Boot von einem freundlichen Mitarbeiter des Charters, konnte die Reise losgehen. Das Handling des Bootes ist generell recht unproblematisch. Am ersten Abend kamen wir aufgrund von frühzeitigem Schließen der Schleuse nur bis Portiragnes. Nachdem wir direkt vor der Schleuse angelegt haben, begaben wir uns dann auf Nahrungssuche und wurden auch prompt bei einem kleinen Bäcker um die Ecke fündig.

Am nächsten Morgen – Leider können wir unsere mitgebrachte Kaffeemaschine nicht benutzen, da auf dem Boot nur ein 12-Volt-Anschluss ist. Aber der am Abend davor aufgefundene Bäcker hat uns dann mit frischem Kaffee versorgt.

Auf geht’s in die erste Schleuse- Portiragnes. Hier wurde uns geholfen, so dass alle auf dem Boot bleiben konnten. Gleichzeitig wurde uns allerdings prophezeit, dass wir in der nächsten Schleuse auf uns gestellt sind.

Weitere Orte (Schleusen): Villeneuve-les-Béziers – Ariège – Béziers – Orb – Schleusentreppe von Fonsérannes – Capestang – Ventenac-en-Minervois – Roubia – Argens – Pechlaurier – Ognon – Homps – Jouarres – Puichéric – Aiguille – St. Martin – Fonfile – Marseillette – Trèbes – l’Evêque – Fresquel – St. Jean – Carcassonne – La Douce – Herminis – Villesèque – Bete Ile – Bram – Sauzens – Villepinte – Tréboul – La Criminelle – la Peyruque – Guerre – St. Sernin – Guillermin – Vivier – Gay – Castelnaudary

In Ventenac-en-Minervois haben wir auch etwas länger angelegt und eine Weinkelterei besichtigt. Dort konnte man unter anderem an einer Verkostung teilnehmen, aber auch Wein kaufen. Wir kauften drei Liter Wein im Plastikkanister für nur 2,60€. Echt günstig und ein tolles Erlebnis.

Unterwegs hört man von einigen Schleusenwärtern verrückte Geschichten. Ein netter Schleuser berichtete uns von Sarkozy und Carla Bruni.

In Carcassonne legten wir auch einmal am Hafen an und musste 16,80€ bezahlen. Daraufhin verließen wir das Boot, um mit dem Bus die Stadt mit den kleinen Gassen zu besichtigen. Eine schöne Stadt, aber viele Touristen.

Was ich mich frage? Ist das viele Schleusen nicht lästig?

Beim Durchstöbern der Nachrichten, habe ich festgestellt, dass das Thema Hausboot wirklich immer mehr im Kommen ist. Selbst Keira Knightley hat jetzt ein Hausboot gemietet. Sie zieht diese Behausung einer luxuriösen Villa vor. Unglaublich oder? Mit ihrem Freund zog sie im Sommer auf ein Hausboot, welches auf einem Kanal im Londoner East End River schwimmt. Nach Pressemitteilungen seien sie fast jedes Wochenende dort. Relativ unkomfortabel für ein Promipärchen, oder?

Auf jeden Fall stelle ich fest, dass dieses Thema mehr und mehr an Popularität gewinnt und umso überzeugter bin ich auch von der Idee für die Abschlussfahrt. Eine deutsche Hochschule entwickelt meines Erachtens derzeit ein Hausboot speziell für Jugendliche. Da bin ich ja auch mal gespannt drauf. Vielleicht bietet das ja tolle features, wie integriertes Dj Pult oder Maxi-Minibar😀 ! Selbst Hybridtechniken für Hausboote sind in der Entwicklung. Hätte ich das mal eher gewusst, wäre ich bestimmt Hausboot-Hersteller geworden.

Da kann man nur hoffen, dass diese Entwicklung anhält und nächstes Jahr zu unserer Reise ein großer Preiskampf ausgebrochen ist. Ich lasse mich mal überraschen!